März 22, 2026

Aktuelle Kolumne 23.03.2026 Nr. 880

 

      BuchKolumne 23.03.2026 Nr. 880

Marc Elsberg – Eden – Wenn das Sterben beginnt
Autumn Woods – Nightshade
Marcus Kliewer  – Die Besucher
Liz Moore – Der andere Arthur
Markus Heitz – Ripper‘s Daughter

Hörbuch zur Ausgabe :

Trude Teige – Der Gesang der See

Marc Elsberg – Eden – Wenn das Sterben beginnt

Frühjahr: In der Karibik attackiert ein Riesenkalmar vor den Augen entsetzter Touristen einen Walhai. In der Bucht von Triest treiben Schwärme toter Fische. Im Amazonas verdorrt der Boden. Lokale Einzelphänomene der Natur – so scheint es. Doch weltweit beginnt etwas zu kippen. Als das neue KI-Programm des IT-Experten Piero Manzano Alarm schlägt, ist die Prognose eindeutig: Binnen Monaten droht eine globale Megakrise. Gemeinsam mit dem reichweitenstarken Influencer Linus Strand und der jungen Meeresbiologin Sarah Keller macht Piero die Warnung öffentlich – und sie alle damit zur Zielscheibe. Mächtige Gegenspieler tun alles, um sie zum Schweigen zu bringen, während sich am Horizont ein Sturm zusammenbraut.

Marc Elsberg ist der deutschsprachige Roland Emmerich der populären Thriller-Literatur! Dies zeigt er auch wieder in seinem neuen Bestseller „Eden – Wenn das Sterben beginnt“. Die Welt beginnt zu implodieren, von innen heraus. Die Meere, die Fische, der Urwald, die Felder, die Bäumen, die Tiere, die Insekten, alles hält uns Menschen am Leben, wenn wir dies nicht achten, sondern unachtsam sind mit unserem Planeten, löschen wir uns selbst aus. Der Autor zeigt das den LeserInnen in 319 rasanten Kapiteln. Marc Elsberg hat ja schon eindringlich mit z. B. „Blackout“ und „Celsius“ bewiesen, dass er die Katastrophen-Thriller beherrscht wie kein anderer deutschsprachiger Autor. Bei „Eden – Wenn das Sterben beginnt“ führt er der Menschheit wieder vor Augen, was drohen kann: eine Zukunft, die sich keiner von uns wünscht, und die hoffentlich nur populäre Thriller-Literatur bleibt!

Blanvalet, 767 Seiten; 28,00 Euro

Autumn Woods – Nightshade

Verborgen in den schottischen Highlands, umgeben von alten Steinmauern, liegt die Sorrowsong University. Hier studieren die Sprösslinge der mächtigsten und skrupellosesten Familien. Nur ein Stipendium ermöglicht es Ophelia, diese Eliteschule zu besuchen. Dabei interessiert sie sich weniger für einen Abschluss, sondern will den Tod ihrer Eltern rächen. Als jemand Ophelia stalkt und bedroht, wird sie von Alex – dem Sohn ihres Hauptverdächtigen – beschützt. Ist er doch nicht das kaltherzige Monster, für das sie ihn gehalten hat? Ophelia kommt Alex immer näher und weiß nicht mehr, was sie fühlen soll. Denn sie hat sich geschworen, die Welt des Mörders ihrer Eltern zu vernichten.

Die Britin Autumn Woods schreibt Romace-Romane im neuen Kult-Genre New Adult. Mit „Nightshade“ legt sie den ersten von zwei Teilen rund um die Sorrowsong University und den beiden Hauptfiguren Ophelia und Alex vor. „Nightshade“ ist ein düsterer und heißer Romance-Thriller, der abgründig funkelt wie ein schwarzer Diamant! Autumn Woods hat ein gutes Gespür für Spannung und den frotzelnden Handlungen und Dialogen der Figuren. Das Setting überzeugt zudem. Zwar altbekannt, aber immer wieder schön. Highlands. Schloss. Düsternis. Hier muss einfach was Aufregendes passieren. Und das tut es auch. 450 Seiten lang gibt es reichlich Aufregendes für die LeserInnen zu erleben! Im Herbst 2026 geht es mit „Daybreak“ weiter. Nach DIESEM 1. Teil ist der 2. Teil kaum zu erwarten.

Scherz, 464 Seiten; 22,00 Euro

 Marcus Kliewer – Die Besucher

Daumen runter rotviolett

Eve und ihre Lebensgefährtin Charlie können ihr Glück kaum fassen: Das alte Haus in einer abgelegenen Gegend von Oregon ist ein echtes Schnäppchen, perfekt, um es zu renovieren und mit Gewinn weiterzuverkaufen. Nachbarn gibt es kaum, und auch Touristen verirren sich nicht nach 3709 Heritage Lane. Deshalb ist Eve überrascht, als es eines Abends klingelt: Ein Mann steht mit seiner Familie vor der Tür. Er habe früher hier gewohnt, sei auf der Durchreise und wolle seiner Frau und den drei Kindern das Haus zeigen. Zögernd lässt Eve, die allein zu Hause ist, die Fremden herein. Dann geschieht Seltsames. Die kleine Tochter der Besucher ist plötzlich unauffindbar, das Haus selbst scheint in Details merkwürdig verändert – oder bildet sich Eve das nur ein? Und die Familie macht keine Anstalten, wieder zu gehen. Ein Albtraum beginnt.

Marcus Kliewer, der in Kanada lebt, hat ein eindrucksvolles Horror-Debüt geschrieben! Ein Roman, der in einem Forum im Internet begann, und dort schon für viel Aufmerksamkeit sorgte – endend in einem Netflix-Deal. Die Story wird mit Blake Lively in der Hauptrolle verfilmt. Die Story hört sich zwar beängstigend an, hat aber so seine Macken, so dass das Buch an dieser Stelle in meiner Kolumne landete. Der Beginn ist vielversprechend, da hat mich die Story bis zu einem gewissen Punkt gepackt, doch nach und nach bekam die Story unnötige Längen und auch die „Berichte, etc.“ die alle paar Seiten eingestreut wurden, wirkten auf mich nicht innovativ, sondern nervig. Die geübte Leserin und die geübten Leser wissen, wo die Story hinführt. Das wird dann zum Ende hin das nächste Problem, denn es bleiben einfach zu viele offene Fragen zurück. Bei dieser Art von Story ist es durchaus üblich, aber man hätte das viel besser lösen können. Daher lassen Sie „Die Besucher“ in Ihr Bücherregal einziehen, aber seien Sie nicht enttäuscht, wenn diese dort nicht lange verweilen werden!

Goldmann, 397 Seiten; 14,00 Euro

 Liz Moore – Der andere Arthur

Arthur Opp, einst Literaturprofessor, hat sein Haus in Brooklyn seit über einem Jahrzehnt nicht mehr verlassen und wiegt mittlerweile 250 Kilo. Die wenigen Schritte zur Haustür, um Lieferungen entgegenzunehmen, sind seine tägliche Herausforderung. Nur 30 Kilometer entfernt kämpft der 17-jährige Kel um seinen Schulabschluss und die Chance auf ein besseres Leben: ein Sportstipendium. Doch während er um seine Zukunft ringt, hält ihn die Sorge um seine kranke Mutter in Atem. Arthur und Kel sind zwei Menschen, die auf unterschiedliche Weise erfahren haben, wie sich Einsamkeit in ein Leben einschreiben kann. Als sich Kels Mutter, einst Arthurs Studentin, nach Jahren der Funkstille mit einem verzweifelten Hilferuf an Arthur wendet, nimmt eine Geschichte ihren Lauf, die alte Wunden aufreißt, aber auch neue Wege freilegt, und zeigt, wie Fürsorge für andere, die eigene Rettung sein kann.
Die US-Autorin Liz Moore landete bei uns im letzten Jahr mit „Der Gott des Waldes“ einen großen Bestseller. Das ruft die Verlage auf den Plan, Frühwerke von Autorinnen zu veröffentlich, um vom Hype zu profitieren. So geschehen nun auch bei Liz Moore mit „Der andere Arthur“, der bereits 2012 in den USA erschienen ist. Damals war Liz Moore gerade einmal 29 Jahre alt. Und ich fasse es gleich mal mit einem Wort zusammen: WOW! „Der andere Arthur“ ist eine so zarte, sensible und zugleich traurige und zerbrechliche Geschichte, dass es einen ungeheuer freut diese zu lesen, und dabei aber auch schmerzt, was die Figuren darin ertragen müssen. Ich habe jede Seite aufgesaugt! Liz Moores Sprache ist fein und elegant, ihre Figuren so lebensnah und ihre Geschichte dramatisch, spannend, sie zeigt das wahre Leben, ein Leben, das Einsamkeit bedeuten kann, aber nicht muss.

C. H. Beck, 377 Seiten; 26,00 Euro

Markus Heitz – Ripper‘s Daughter

Ripper’s Daughters beginnt im London des Jahres 1904. Die Reporterin Beth und Lady Cassandra sind – ohne es zu wissen – die Töchter von Jack the Ripper. Und es gibt überraschenderweise weitere Halbschwestern. Alle besitzen übersinnliche Fähigkeiten, aber sie zahlen dafür einen hohen Preis. Gemeinsam kommen sie einer unglaublichen Verschwörung auf die Spur, und bald sind sämtliche ihrer Fertigkeiten gefragt, um zu überleben. In der Gegenwart erfährt die junge Hamburgerin Ella von ihrer besonderen Herkunft und soll eine seltsame Ausbildung bei ihrer Tante durchlaufen. Während Ella nach und nach das Geheimnis ihres Ahnen entschlüsselt, muss sie eine Katastrophe aufhalten – eine immense Aufgabe, an der Jack the Ripper im Jahr 1888 scheiterte. Denn er mordete damals nicht ohne Grund.

Das deutsche Fantasy-Bestseller-Urgestein Markus Heitz kann es auf allen Ebenen – auch im Hörspiel. „Ripper’s Daughter“ ist eine erfolgreiche Hörspiele-Reihe, und daraus wird nun ein monströses Gesamtwerk als Buch. In „Ripper’s Daughter“ lässt Markus Heitz die Muskeln spielen, zeigt alles, was ihn als Autor ausmacht. „Ripper’s Daughter“ ist genreübergreifend. Thriller, Historie, Fantasy – Markus Heitz vereint alles in diesem Buch. Und in dieser Geschichte wandeln Figuren, die man durch alle Zeiten begleiten möchte. Langweilig ist an diesem Monsterbuch gar nichts. „Ripper’s Daughter“ bietet auf fast 1.000 Seiten geballt Spannung, mixt Thriller, Fantasy und Historie zu einem Genrecocktail zusammen, der unwiderstehlich ist!

Knaur, 970 Seiten; 20,00 Euro

Das Kurz-und-Knapp-Trio

Stephanie Jana / Ursula Kollritsch
Sommernächte auf Sylt

Mit ihrer kleinen Agentur plant Suse die schönsten Veranstaltungen auf ihrer Heimatinsel Sylt. Auch ihr neuestes Event soll etwas ganz Besonderes werden: ein gemütliches Strandfestival mit hübschen Buden und Livemusik bei Sonnenuntergang. Zum Glück hat sie ihre beste Freundin Lia an ihrer Seite, die den Sommer auf Sylt verbringt und sie tatkräftig unterstützt. Doch nicht nur das Strandfestival bringt einige Aufregung, auch die Liebe sorgt für turbulente Tage: Suse geht der schweigsame Sänger Ben nicht mehr aus dem Kopf, und Lia begegnet Suses Bruder Bastian wieder, in den sie schon als Mädchen verliebt war. Das Leben der Freundinnen verändert sich für immer. Das unwiderstehliche Autorinnen-Duo lädt wieder ein nach Sylt. Das bedeutet Sommer-Lesegenuss pur, mit vielen Momenten, die man, wie einen Sylt-Urlaub, niemals wieder vergisst!

Goldmann, 444 Seiten, 13,00 Euro

Stephanie Burt
Taylor‘s Version

Taylor Swift steht unangefochten an der Weltspitze der Popmusik. An ihr kommt niemand vorbei. In diesem Buch eröffnet Stephanie Burt – Anglistik-Professorin und bekennender Swiftie – einen völlig neuen Blick auf Taylors Lyrics und Leben. Von ihren Anfängen im Country bis zur epochalen Eras Tour, von den MTV Video Music Awards 2009 bis zu Travis Kelce: Das Buch beleuchtet dieses einzigartige Künstlerinnenleben durch die Brille der Anglistin und zeigt, wie vielschichtig und anspielungsreich Taylors Songtexte auch in literaturgeschichtlicher Hinsicht sind. Taylor Swift bewegt die Welt – in künstlerischer und wirtschaftlicher Hinsicht. Taylor Swift ist praktisch überall. Dieses Buch wirft einen intimen und überraschenden Blick auf DEN Mega-Star unter den Mega-Stars! Swifties werden dieses Buch lieben

C. H. Beck, 364 Seiten, 28,00 Euro

Michael Witwer
Das Buch der Drachen

Vom uralten roten Dämonendrachen Ashardalon bis zur einsamen Geisterdrachendame Miirym: Das offizielle D&D Buch versammelt die bedeutendsten Drachen aus dem Dungeons & Dragons Universum. Erzählt aus Sicht der Drachengötter Tiamat und Bahamut, gewährt das D&D Lexikon Einblicke in die Herkunft, Kräfte und Legenden der majestätischen Wesen – ob chromatisch, metallisch oder aus funkelndem Edelstein. Illustrationen lassen jeden Schuppenpanzer, jede Flügelspitze und jede finstere Silhouette lebendig werden. Drachen-Fans aufgepasst! Wollen Sie mal einen Drachen streicheln? Der Buch-Einband in Drachenhaut-Optik ahmt Struktur und Glanz der schuppigen Haut nach, und bietet so Drachen-Feeling hautnah! Doch auch von innen bietet das Buch so viel. Dungeons & Dragons-Fans sollten sich dieses Prachtexemplar nicht entgehen lassen!

Dorling Kindersley, 224 Seiten, 40,00 Euro

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.