










BuchKolumne 01.12.2025 Nr. 872
Sebastian Fitzek – Der Nachbar Rebecca Gablé – Rabenthron Jessie Garcia – The Business Trip Pierre Martin– Monsieur le Comte und die Kunst der Entführung Mathieu Bouarfa Khemiri – Die Revolution der Nahrungsergänzung
Hörbuch zur Ausgabe:
David Safier – Miss Merkel: Mord unterm Weihnachtsbaum
Sebastian Fitzek – Der Nachbar
Die Strafverteidigerin Sarah Wolff hatte privat eine harte Zeit. Unbeschreibliches war ihr widerfahren. Im Leben zurecht zu finden, fällt ihr schwer. Als Strafverteidigerin konnte sie nicht mehr arbeiten, nachdem was ihr geschehen war. Nun betreibt sie einen Kiosk. Sarah leidet zudem an Monophobie, der Angst vor Einsamkeit. Was sie nicht weiß: Nachdem sie mit ihrer Tochter Ruby an den Stadtrand Berlins gezogen ist, hat sie einen unsichtbaren Nachbarn, der sie keine Sekunde lang allein lassen wird …
„In den meisten Thrillern, die er in den letzten Jahren gelesen hatte, war das Wetter schlecht.“ Was für ein erster Satz für einen Thriller! Für den neuesten Psychothriller aus der Feder des Bestseller-Kings Sebastian Fitzek. „Der Nachbar“ klingt harmlos, aber harmlos ist an dieser Geschichte gar nichts! Von Seite 1 an greift Sebastian Fitzek die Nerven der LeserInnen an. Lässt einen Cliffhanger auf dem nächsten Folgen, und lässt so keine Sekunde zu, das Buch aus den Händen zu legen. Das ist richtig böse für das Zeitmanagement aller LeserInnen. Denn vergessen Sie es, sich etwas anderes vorzunehmen, sobald Sie den ersten Satz in „Der Nachbar“ gelesen haben. Sebastian Fitzeks „Der Nachbar“ wird Sie Tag und Nacht heimsuchen!
Droemer, 367 Seiten; 25,00 Euro
Rebecca Gablé – Rabenthron
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England im Herbst 1013: Um den dänischen Gefangenen Hakon bei Hofe abzuliefern, reist der junge Engländer Ælfric of Helmsby nach London. Die Stadt liegt in Trümmern, denn dem schwachen König Ethelred gelingt es nicht, sein Reich gegen die ständigen Wikingerüberfälle zu schützen. Doch anders als England und Dänemark sind Ælfric und Hakon keine Feinde – während der gefährlichen Reise sind sie zu Freunden geworden. Bald schon gehören sie zum inneren Kreis um die machtbewusste Königin Emma. Aber der Widerstand der Engländer droht zu brechen, und als der dänische König stirbt, steht bald ein noch gefährlicherer Feind vor den Toren.
Rebecca Gablé bittet wieder zum historischen Tanz! Die Königin des historischen Romans hat ihren nächsten Bestseller geschrieben. „Rabenthron“ gehört zur „Helmsby“-Reihe, und ist vor „Das zweite Königreich“ und „Hiobs Brüder“ einzuordnen. Es geht um Freundschaft und Politik, es wird gekämpft, Schlachten werden ausgetragen, es wird richtig gelebt und dramatisch gestorben. Obwohl die Figuren 1.000 Jahre „alt“ sind, gestaltet sie Rebecca Gablé gewohnt lebensnah und lebendig, so als ob sie heute neben einem wandeln würden. Bravo! „Rabenthron“ hievt Sie, liebe LeserInnen, auf den Lesethron!
Lübbe, 893 Seiten; 30,00 Euro
Jessie Garcia – The Business Trip
Eine Karriere als Musikerin – das war eigentlich Charlottes größter Wunsch. Doch zu spät, nun muss sie sich um einen vernünftigen Job kümmern, schon wegen der Eltern. Sie findet eine Stelle in einem Verlag, und München ist eine schöne Stadt, vor allem im Sommer. Im Vorzimmer des Verlegers sitzt Charlotte nun ganz nah am Zentrum der Macht. Dass der seine Assistentinnen oft auswechselt, kriegt sie schnell mit. Aber sie entwickelt ein gutes Verhältnis zu ihrem Chef, der ihre Stärken erkennt, ihr vertraut. Und dafür muss sie eben viel in Kauf nehmen, sehr viel, vielleicht auch selbst mit harten Bandagen kämpfen, vielleicht ihre Gesundheit aufs Spiel setzen. Vielleicht sogar Bo verlieren, in den sie sich doch gerade erst verliebt hat.
Caroline Wahl ist das neue Wunderkind der deutschen Literatur! Mit „22 Bahnen“ und „Windstärke 17“ enterte sie die Bestsellerliste und die Herzen der LeserInnen. Und wie geht es nun weiter beim neuen Verlag? Mehr schlecht als recht – mit „Die Assistentin“. Charlotte kämpft darin mit dem Leben, der Arbeit und ihrem Chef. Der ganz normale Wahnsinn halt. Da hätte man eine richtig gute Geschichte daraus machen können. Einen großen Gesellschaftsroman im Kleinen, im Verlag, so wie beim Vorgängerroman „Und Federn überall“. Doch das gelingt der so gefeierten Autorin nicht. Die Figuren haben mich nicht gepackt, auch fehlt mir die nötige Spannung und sie tritt zu oft auf der Stelle, um am Ende nichts zu sagen. „Die Assistentin“ bewirbt sich nicht mit Nachdruck auf einen weiteren Stellplatz im Bücherregal ihrer LeserInnen!
Rowohlt, 366 Seiten; 24,00 Euro
Andreas Föhr – Bodenfrost
Nachdem Leonhardt Kreuthner einen peinlichen Vorfall mit dem neuen Polizeipräsidenten verursacht hat, wird er dazu verdonnert, den jährlichen Kindernachmittag der Miesbacher Polizei auf dem Gelände eines ehemaligen Bauernhofs zu leiten. Dort erklärt er Kindern typische Polizeisituationen. So auch, was passiert, wenn die Polizei zu einer Schlägerei gerufen wird. Zwei entsprechend dekorierte Schaufensterpuppen stellen die beteiligten Raufbolde dar. Allerdings findet eines der Kinder noch ein weiteres Opfer der vermeintlichen Schlägerei ganz in der Nähe. Wie sich herausstellt, handelt es sich dabei aber nicht um eine Schaufensterpuppe, son-dern um das Opfer eines Mordes. Auf dem Bauch von Vitus Zander hat der Täter eine Zeichnung hinterlassen, mit der vor einigen Jahren ein Serienkiller mit dem Spitznamen „Der Harpunier“ seine Opfer markiert hatte. Eine ungelöste Mordserie, die abrupt endete. Ist der Harpunier zurück?
Die bayerischen Kult-Ermittler Kreuthner & Wallner sind wieder im Einsatz! Nach „Totholz“ folgt nun „Bodenfrost“, der 12. Band der Krimi-Reihe. Und der Titel ist Programm. Kalt ist’s im Februar in Miesbach, aber kalt geht’s auch zu in der Ehe zwischen Vitus und Isabell Zander. Vitus will eine Ehe nach seinen Regeln, irgendwann kann Isabell nicht mehr und ist plötzlich verschwunden. Als sie wieder auftaucht, ist sie verwirrt. Was steckt dahinter? Und dann ist Vitus tot. Ein Killer soll umgehen. Stimmt das? Andreas Föhr hat einen kniffligen und undurchsichtigen Kriminalroman geschrieben. Kreuthner & Wallner beißen sich die Zähen daran aus, bis zu einem gewissen Punkt. Und die beiden haben natürlich auch wieder reichlich andere Probleme. „Bodenfrost“ ist saumäßig spannend und humorig bis das Thermometer platzt!
Knaur, 367 Seiten; 16,99 Euro
Jonas Hassen Khemiri – Die Schwestern
Für Jonas ändert sich alles, als Ina, Evelyn und Anastasia in seine Nachbarschaft ziehen. Ihre Mutter kommt aus Tunesien, wer ihr Vater ist, weiß niemand. Die ernsthafte Ina, die verträumte Evelyn und die chaotische Anastasia faszinieren den Erzähler, nichts will er mehr, als in ihrer Nähe zu sein. Ihm wird klar, dass die Schwestern mit seiner Familie und der Vergangenheit seines Vaters eng verflochten sind. Über dreißig Jahre kreuzen sich ihre Leben immer wieder, in Tunesien, Schweden, den USA, sie erleben Liebesgeschichten und Lebenskrisen. Vor allem aber verbindet sie ein Fluch: dass man alles, was man liebt, verlieren wird.
Der Schwede Jonas Hassen Khemiri ist ein gefeierter Autor, der nun mit „Die Schwestern“ sein Opus magnum veröffentlicht hat. Ein Roman von ungeheurerer Fülle und Wucht. Ein literarisches Donnerwetter voller Leben und Abenteuern. „Die Schwestern“ Ina, Evelyn und Anastasia sind so unterschiedlich im Aussehen und im Charakter, dass sie viele Punkte bieten, an die sich die LeserInnen reiben und zugleich begeistern können. Jonas dabei zu beobachten, wie er das Leben der drei Schwestern über die Jahre begleitet ist spannend und emotional. Man wird selbst zu Jonas und begleitet mit ihm die Schwestern über dreißig ereignisreiche Jahre. Mit den „Schwestern“ werden Sie eine Gemeinschaft bilden – bis zur letzten Seite!
Rowohlt, 732 Seiten; 26,00 Euro
Das Kurz-und-Knapp-Trio
Ian Rankin
Die dunkelste Stunde der Nacht
Sein gesamtes Berufsleben hat Detective John Rebus damit verbracht, Edinburghs Kriminelle hinter Gitter zu bringen. Jetzt sitzt er selbst im Gefängnis.
Sehr gefährlich, denn seine alten Feinde lauern überall. Dann geschieht ein rätselhafter Mord an einem Mitgefangenen, Rebus‘ Jagdinstinkt ist weckt. Die Tat geschah um Mitternacht in einer verschlossenen Zelle. Ohne offiziellen Auftrag und ohne jegliche Autorität ermittelt Rebus. Ist er das nächste Opfer? Detective John Rebus ist zurück. Was für eine Nachricht für die literarische Krimiszene! In „Die dunkelste Stunde der Nacht“ läuft Ian Rankin zu Höchstform auf!
Goldmann, 428 Seiten, 24,00 Euro
Elizabeth Gilbert
All the Way to the River
Im Jahr 2000 lernt Elizabeth Rayya kennen. Erst sind sie Freundinnen, dann Seelenverwandte. Die beiden werden ein Paar, leben ihre einzigartige Liebe. Aber sie sind auch zwei Süchtige auf Kollisionskurs in Richtung Katastrophe – und müssen nach einer verheerenden Diagnose den gemeinsamen Weg des Abschieds gehen. Wer kennt nicht „Eat Pray Love“? Spätestens seit der Verfilmung mit Julia Roberts sehr viele. Auf diese Lebens-Abenteuer-Geschichte folgt nun nach vielen Jahren „All the Way to the River“. Eine Geschichte, die einen wie auf einem 95-Grad-heißem Waschgang durchspült! Schonungslos ehrlich schreibt Elizabeth Gilbert hier von ihren Gefühlen, von Liebe, Erfüllung und Tod.
S. Fischer, 464 Seiten, 25,00 Euro
Jamie Oliver
Eat Yourself Healthy
In Jamie Olivers neuem Kochbuch erwarten Sie 120 Rezepte, die nicht nur Energie spenden, sondern auch sättigen, revitalisieren und dazu auch noch schmecken. Jamie beweist in seinem Kochbuch, dass gesunde Ernährung Spaß macht und keinen Verzicht bedeutet. Hier geht es um Fülle und Genuss beim ernährungsbewussten Kochen und nicht darum, auf was man alles verzichten soll. Zusätzlich erwarten Sie 50 wertvolle Tipps für ein gesünderes Leben sowie ein nährstoffreicher 2-Wochen-Ernährungsplan. Jamie Oliver tischt auf – gesund, abwechslungsreich, pfiffig und mit Stil! „Eat Yourself Healthy“ sollte sich kein Jamie-Oliver-Fan entgehen lassen.
Dorling Kindersley, 318 Seiten, 32,00 Euro










