Juli 2016

Kolumne vom 04.07.2016 - Nr. 411


Niall Fergusondaumen rauf

Kissinger – Der Idealist 1923 – 1968

Kissinger  Der Idealist 1923  1968

Die einen feierten ihn als unverzichtbaren Mann im Hintergrund, Berater aller US-Präsidenten von Kennedy bis Obama, die anderen verdammten ihn als zynischen Realpolitiker. Henry Kissinger, Jahrgang 1923, ist einer der bedeutendsten, zugleich umstrittensten Staatsmänner unserer Zeit. Erst vor dem Hintergrund seiner Kindheit als Jude in Nazi-Deutschland, als mittelloser Immigrant in New York, als US-Soldat im Zweiten Weltkrieg oder als Student der Geschichte in Harvard und Professor für internationale Politik in Washington lässt sich Kissingers Aufstieg zum Meister der Diplomatie und genialen Strategen der Weltpolitik verstehen.

Ein großartiges Meisterstück unter den politischen Biographien! Das Leben des Henry Kissinger, privat wie politisch, ist durchweg faszinierend. Keine der rund 1.000 Seiten (ohne Anhang) ist langweilig. Jede Seite verblüfft und überrascht einen. Verehrt, gefürchtet, geliebt, gehasst, mit zahlreichen Auszeichnungen dekoriert, und nie um einen Witz verlegen, wie: „90 Prozent der Politiker sorgen dafür, dass die übrigen zehn Prozent einen schlechten Ruf genießen“. Er hat unter vielen Präsidenten gearbeitet und dabei die Politik der USA entscheidend mitbestimmt. Diese Detailfülle über diesen beeindruckenden Mann ist unglaublich. Viel mehr als eine Biografie über einen der größten Politiker der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, es liest sich oft wie ein spannender Roman über Krieg, Politik, Gesellschaft. Niall Ferguson hat mit diesem Buch etwas ganz Großes vollbracht. Zehn Jahre Arbeit haben sich ausgezahlt.

Propyläen, 1120 Seiten; 49,00 Euro


Joseph O’Neilldaumen runter

Der Hund

Der Hund2007, kurz vor Beginn der internationalen Finanzkrise, begegnet ein New Yorker Anwalt einem alten Studienfreund. Spontan nimmt er dessen Angebot an, in Dubai das immense Familienvermögen eines libanesischen Clans zu verwalten. Er hofft auf einen Neuanfang in der modernsten Stadt der Welt. Erst als er sich im verschwenderisch möblierten Luxusgefängnis eines für Expatriates gebauten Wohnturms mit Blick auf den Persischen Golf wiederfindet und die dubiosen Finanzgeschäfte seiner Auftraggeber sich durchaus nicht von ihm verwalten lassen wollen, dämmert ihm, dass er vielleicht eine Hölle gegen eine andere eingetauscht hat.

Die Geschichte hört sich gut an. Ein spannender und literarischer Roman aus der sich immer auf der Überholspur befindenden Finanzwelt. Zu Teilen ist er das auch. Doch Joseph O’Neill hat leider auch das Talent, sich zu verquasseln. Da kann es schon mal passieren, dass seitenlang nichts passiert und sich die Hauptfigur einfach Gedanken über dies und jenes macht. Kurz bevor es dann in extreme Langeweile abdriftet, bekommt Joseph O’Neill zwar immer wieder die Kurve, aber trotzdem wird das Buch durch das Quasseln immer wieder ausgebremst. Interessant ist, dass man nebenbei einiges über Dubai und das Leben dort erfährt. „Der Hund“ beißt somit literarisch nur ganz zart zu.

Rowohlt, 315 Seiten; 22,95 Euro


Eddie Joycedaumen rauf

Bobby

Bobby Fast zehn Jahre ist es her, dass Bobby Amendola als Feuerwehrmann beim Einsturz der Twin Towers sein Leben lassen musste, und noch immer sind die Wunden in seiner irisch-italienischen Familie nicht verheilt. Weder bei dem Vater, noch bei der Mutter. Auch beim großen Bruder, einem erfolgreichen Firmenanwalt, bricht der wohlgeordnet-sorgenfreie Alltag gerade auseinander, während das Leben seines Bruders Franky noch nie anders als zerbrochen war. Und dann will Bobbys Witwe ausgerechnet am neunten Geburtstag von Bobby Junior einen neuen Mann mitbringen in das Familienhaus auf Staten Island ...

Eine Familiengeschichte mit Sogwirkung! Tragisch, traurig, und trotzdem auch Fröhlichkeit versprühend, Hoffnung gebend und dem Leben zugewandt bleibend. In einer schönen Sprache erzählt, die einen gleich mitnimmt. Die Familie Amendola kommt einem so bekannt, so normal vor. An was lieg das? Daran, dass Eddie Joyce in seinem Debütroman eine Alltagswelt erschaffen hat, die uns allen bekannt, und Figuren, die gleich auch nebenan wohnen könnten. So wird „Bobby“ zu einem sehr persönlichen Buch, in dem man sich selbst, seinen Schmerz wiederfindet.

DVA, 413 Seiten; 22,99 Euro


Randolf Menzel / Matthias Eckoldtdaumen rauf

Die Intelligenz der Bienen

Die Intelligenz der BienenDie Bienen gehören zu den wichtigsten und intelligentesten Nutztieren der Erde. Ohne ihre Bestäubung stünde es schlecht um die Welternährung. Und sie können noch viel mehr: Ihr kleines Gehirn denkt, plant, zählt und träumt sogar. Den Hirnforscher Randolf Menzel erstaunen sie nach fünf Jahrzehnten intensiver Forschung noch immer. Zusammen mit dem Wissenschaftsjournalist Matthias Eckoldt hat er nun sein gesammeltes Bienenwissen aufgeschrieben.

 

Eine sehr interessante Lektüre, die dem Leser eines der wichtigsten Lebewesen der Erde näherbringt, die Biene. Wer die Biene vor dieser Lektüre noch nicht hoch genug wertgeschätzt hat, der wird es danach mit Sicherheit tun. Es ist atemberaubend zu erfahren, wie ein Bienenleben verläuft, wie sie miteinander kommunizieren, welche Farben sie erkennen, wie das Bienengehirn funktioniert, und noch so viel mehr.

Knaus, 366 Seiten; 24,99 Euro


Fiona Bartondaumen rauf

Die Witwe

Die Witwe

Jean Taylor führt ein ganz normales Leben in einer englischen Kleinstadt: Sie hat ein hübsches Haus und einen netten Ehemann. Glen und sie führen eine gute Ehe. Dann kommt der Tag, der alles ändert: Sie nennen Glen jetzt das Monster. Er soll etwas Unsagbares getan haben. Und Jeans heile Welt zerbricht. Jetzt liegt Glen auf dem Friedhof, und Jean ist zum ersten Mal allein. Allein und frei. Frei ihre Geschichte zu erzählen.


Ein spannender Roman, der hauptsächlich aus drei Blickwinkeln erzählt wird. Aus den Blickwinkeln von der Witwe, der Journalistin und dem Polizisten. Jeder erzählt seine Sicht der Dinge, jeder sagt, wie er die ganz bestimmte Geschichte sieht. Jeder will aus dieser bestimmten Geschichte seinen eigenen Profit ziehen. Die Erzählstruktur macht diesen Spannungsroman zu einem kleinen Highlight! Man will wissen, wie wer was sieht, und was am Ende dabei herauskommt.

Wunderlich, 427 Seiten; 16,99 Euro


Hörbuch der Wochedaumen rauf

Iny Lorentz

Der rote Himmel

Der rote Himmel

Es ist das Jahr 1860. Die Situation im Süden der USA ist bis zum Äußersten angespannt. Der Riss, der durch das Land geht, macht auch vor Walther Fitchners Familie nicht halt: Sein Sohn Waldemar ist wie sein Vater ein entschiedener Anhänger der Union, während sein älterer Bruder Joseph sich mehr als Texaner fühlt, auch wenn er persönlich die Sklaverei ablehnt. Walther Fitchner wird mit seinen fast 60 Jahren von einem weitaus jüngeren politischen Gegner zum Duell gefordert - und geht als Sieger daraus hervor. Doch er muss die Stadt verlassen. Kurz darauf will man seinen Besitz enteignen, daher bleibt ihm nichts anderes übrig, als den Eid auf die neugegründeten Konföderierten Staaten von Amerika abzulegen. Doch damit ist die Gefahr für Walther und seine Familie noch nicht gebannt …

Langeweile? Nicht mit Iny Lorentz! So ist auch in dem Abschluss-Roman ihrer Auswanderersaga diese nicht zu finden. „Der rote Himmel“ strotzt nur so vor Spannung, interessanten historischen Details und lebendigen Charakteren. Die Unsinnigkeit des Amerikanischen Bürgerkriegs arbeitet das Autorenduo, trotz hoher Spannungsdichte, auch noch gut heraus. Auf der letzten CD passiert dann so viel, dass daraus ein eigener Roman hätte entstehen können. Iny-Lorentz-Stammvorleserin Anne Moll liest gewohnt stimmungsvoll. Man lauscht und lauscht und lauscht und dann sind die sechs CDs auch schon angehört.

Auch als Taschenbuch erhältlich bei Knaur, 9,99 Euro. Auch bei Knaur erschienen: „Die Schöpfer der Wanderhure“. Das Autorenduo im Gespräch. Für Fans von Iny Lorentz unverzichtbar! 14,99 Euro

Lübbe Audio, 6 CDs, 435 Minuten; 19,99 Euro


Denglers-buchkritik.de

Kolumne vom 11.07.2016 - Nr. 412


Andreas Föhrdaumen rauf

Eisenberg

Eisenberg

Dr. Rachel Eisenberg. Rachel ist Mitinhaberin einer angesehenen Münchner Kanzlei, frisch getrennt und Mutter einer 13-jährigen Tochter. Ihr neuer Fall soll eigentlich nur ein bisschen Medienpräsenz bringen – ein Obdachloser, der eines äußerst gewalttätigen Mordes verdächtigt wird –, doch als sie ihrem Mandanten zum ersten Mal gegenübersitzt, ist Rachel sprachlos: Sie kennt den Mann: Professor Heiko Gerlach. Rachel Eisenberg einstige große Liebe. Rachel glaubt nicht an seine Schuld, auch wenn die Beweislage erdrückend ist. Dann überschlagen sich die Ereignisse und Rachel beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Welche Wahrheit wird sie finden?

Andreas Föhr war jahrlang als Anwalt tätig und kommt mit seiner neuen Figur der Dr. Rachel Eisenberg literarisch nun zu seinem Fachwissen zurück. Nachdem er zuvor mit Kultkommissar Wallner spannend-witzige Krimis geschrieben hat, wird es nun spannend-dramatisch. „Eisenberg“ ist ein Kriminalroman der Güteklasse A! Sehr facettenreich und spannend. Das liegt an dem ausgeknobelten Fall, den bestechenden Gerichtsszenen und den fein ausgearbeiteten Figuren. Hier vor allem die Hauptfigur der Dr. Rachel Eisenberg. Man ist jetzt schon gespannt, welchen Fall die Hauptfigur als nächstes lösen muss.

Knaur, 507 Seiten; 14,99 Euro


Esmahan Aykoldaumen runter

Istanbul Tango

Istanbul TangoKati Hirschel begleitet ihren liebeskranken Angestellten Fofo zu einer Wahrsagerin – und erhält gleich selbst eine Weissagung: Eine Leiche tauche bald in ihrer nahen Umgebung auf. Das ist für die Krimibuchhändlerin und leidenschaftliche Leserin nichts Ungewöhnliches. Doch als sie hört, dass Nil, eine Bekannte von ihr, in kritischem Zustand auf der Intensivstation liegt, wird Kati klar, dass die Wirklichkeit ihr mehr abverlangt, als mit einem Buch auf dem Sofa zu sitzen. Hobbydetektivin Kati findet bald heraus, dass Nil, bevor sie eingeliefert wurde, an einem Roman arbeitete. Und der ist, obwohl er im fernen Argentinien spielt, gewissen Leuten ein Dorn im Auge.

„Hotel Bosporus“, „Bakschisch“, „Goodbye Istanbul“, „Scheidung auf Türkisch“ waren die Vorgänger von „Istanbul Tango“. Waren die ersten beiden Bände noch ganz pfiffig, geht es seitdem Buch für Buch bergab. Als Leser denkt man sich: Kati Hirschel, verkauf Bücher, aber hör auf, Detektivin zu spielen. Dabei hätte die Figur Potenzial, aber nicht so, wie sie nun ist und agiert. Der Autorin scheinen keine guten Storys für ihre Hauptfigur mehr einzufallen. „Istanbul Tango“ hat wenig Feuer, sondern das Buch ist nur eine kleine Krimiflamme, die mehr Langeweile als Krimifreude verbreitet.

Diogenes, 326 Seiten; 16,00 Euro


Karine Giebeldaumen rauf

Du wirst nicht wissen warum

Du wirst nicht wissen warum Als Hauptkommissar Benoît Lorand eines Tages in einem düsteren Kellerverlies erwacht, ist plötzlich alles wie im Albtraum. Eine schöne Frau hält ihn gefangen und bezichtigt ihn eines abscheulichen Verbrechens. Lorand kann sich an nichts erinnern. Ihr hilflos ausgeliefert, versucht er seine Peinigerin davon zu überzeugen, dass er unschuldig ist. Doch sie scheint Beweise für seine Untat zu haben. Und auch wenn das ganz unmöglich ist, der Kommissar kann nur hoffen, dass seine Kollegen ihn bald finden…

Ein Psychothriller, der einen bis zum letzten Moment schockt! Die Autorin spielt nicht nur mit den Ängsten der Hauptfigur, sondern auch mit den Ängsten der Leser. Irgendwie fragt man sich, wie würde man selbst reagieren, handeln, denken, wenn man sich in Benoît Lorands Situation befinden würde. Und man ist glücklich, dass das alles nur einer literarischen Figur passiert. Obwohl der Thriller, bei dem was in letzter Zeit in den Medien zu lesen war, viel mehr Realität enthält, als einem lieb sein kann. Düster und packend. „Du wirst nicht wissen warum“ hat mich durchgehend gefesselt!

Berlin Verlag, 300 Seiten; 9,99 Euro


Oliver Hilmesdaumen rauf

Berlin 1936 – Sechzehn Tage im August

Berlin 1936  Sechzehn Tage im AugustIm Sommer 1936 steht Berlin ganz im Zeichen der Olympischen Spiele. Zehntausende strömen in die deutsche Hauptstadt, die die Nationalsozialisten in diesen sechzehn Tagen als weltoffene Metropole präsentieren wollen. Die »Juden verboten«-Schilder sind plötzlich verschwunden, statt des »Horst-Wessel-Lieds« klingen Swing-Töne durch die Straßen. Berlin scheint für kurze Zeit eine ganz normale europäische Großstadt zu sein, doch im Hintergrund arbeitet das NS-Regime weiter daran, die Unterdrückung zu perfektionieren und das Land in den Krieg zu treiben.

August 2016, die Olympiade in Rio de Janeiro beginnt. Olympia bewegt viele Menschen, es soll ein Fest des Sports und der Völkerverständigung sein. Heute ist die Welt, trotz vieler Brandherde, so friedvoll wie nie. Vor 80 Jahren war das anders. Im August 1936 fand in Hitler-Deutschland die Olympiade statt. Inmitten von Hitlers Kriegsplan. „Berlin 1936“ zeigt das bunte und dunkle Bild vom damaligen Berlin. Der Autor fängt ein breites Spektrum an Menschen ein, und verdeutlicht so, wie es damals war, im August 1936.

Siedler, 302 Seiten; 19,99 Euro


Paolo Bacigalupidaumen rauf

Water – Der Kampf beginnt

Water  Der Kampf beginnt

Der US-amerikanische Südwesten kämpft erbittert um die letzten Wasserreserven und die Rechte am Colorado River. Das Gebiet wird von heftigen Sandstürmen heimgesucht, ganze Millionenstädte verelenden. Wer es sich leisten kann, wohnt in luxuriösen Arkologien, jeder andere ist Hitze, Staub und Nahrungsknappheit ausgesetzt. Kriminalität und Korruption greifen um sich. Angel Velasquez gehört zu einem Spezialeinsatzkommando der Wasserbehörde von Nevada, das die Reservoirs des Bundesstaates verteidigt. Als das Gerücht aufkommt, dass in Phoenix eine neue Wasserquelle aufgetaucht ist, wird er dort hingeschickt, um zu ermitteln.


Ein spannungsgeladener Zukunftsthriller, der hoffentlich nie wahr wird! Oder hat uns die Zukunft in Teilen schon eingeholt? Dieser Thriller gibt Aufschluss. „Water – Der Kampf beginnt“ geht dabei nicht zimperlich mit dem Thema um. Action ist hier keine Mangelware. Auch die Figuren können in dieser wasserumkämpften Welt mit ihren unterschiedlichen Beweggründen überzeugen.

Blessing, 462 Seiten; 19,99 Euro


Hörbuch der Wochedaumen rauf

Gard Sveen

Der letzte Pilger

Der letzte Pilger

Es ist Frühling in Oslo, als ein grausames Verbrechen geschieht: Der ehemalige Widerstandskämpfer Carl Oscar Krogh wird brutal ermordet. Während des Krieges stand er stets auf der richtigen Seite. Wer bringt einen Mann um, den alle bewundern? Kurz zuvor findet man in der Nordmarka drei Leichen. Unter ihnen ein kleines Mädchen. Kommissar Tommy Bergmann, scharfsinnig, klug und ein Selbsthasser voller innerer Abgründe, sieht einen Zusammenhang: Die Toten stehen in Verbindung zu Agnes Gerner, einer Agentin des Widerstandes. Je mehr Tommy Bergmann über die schöne und hochintelligente Frau herausfindet, umso gefährlicher erscheint sie ihm.

Ein furioser Thriller, der Gegenwart und Vergangenheit geschickt und auf äußerst spannende Weise verbindet! Die beiden Geschichten, die parallel erzählt werden, aus der Zeit des 2. Weltkriegs und dem Heute, finden am Ende mit einer Überraschung zusammen. Der Norweger Gard Sveen hinterlässt mit seinem Debüt-Thriller „Der letzte Pilger“, der mehrfach ausgezeichnet wurde, einen starken Eindruck. Man darf gespannt sein, wie es mit der Reihe um Kommissar Tommy Bergmann weitergeht. Detlef Bierstedt, die deutsche Stimme von George Clooney, gibt der Geschichte einen kraftvollen Ausdruck und den besonderen Bierstedt-Klang.

Auch als Paperback erhältlich bei List, 14,99 Euro.

Hörbuch Hamburg, 2 MP 3CDs, 897 Minuten; 19,99 Euro


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Kolumne vom 18.07.2016 - Nr. 413


Guillaume Mussodaumen rauf

Vierundzwanzig Stunden

Vierundzwanzig Stunden

Lisa träumt von einer Karriere als Schauspielerin. Um sich ihr Studium zu finanzieren, arbeitet sie in einer Bar in Manhattan. Dort macht sie eines Abends die Bekanntschaft eines faszinierenden, aber rätselhaften Mannes: Arthur Costello. Der junge Arzt hat eine ungewöhnliche Bitte: Lisa soll ihm dabei helfen seinen Großvater aus der Psychiatrie zu befreien. Sie macht mit, die Aktion gelingt, doch Arthur verliert sie dabei aus den Augen. Erst ein Jahr später begegnen sie sich wieder, aus beiden wird ein Liebespaar. Bald stellt sich heraus, dass Arthur kein Mann ist wie jeder andere. Er offenbart ihr sein schreckliches Geheimnis. Er hat einen unerbittlichen Feind - die Zeit ...

Guillaume Musso verzückt den Leser wieder mit einer ganz fantastischen Geschichte, die einen von Anfang bis Ende fesselt! Was tut man, wenn man in der Zeit gefangen ist, pro Jahr nur einen Tag hat, und trotzdem ein Jahr älter wird, und sich die Zeit für alle anderen ganz normal weiter dreht. Darum geht es in „Vierundzwanzig Stunden“. Arthur ist mit einem Familienfluch belegt worden, und diesen versucht diesen nun zu entkommen. Hat die Liebe zwischen Arthur und Lisa unter so schwierigen Umständen eine Chance? Oder ist vielleicht doch alles ganz anders? „Vierundzwanzig Stunden“ ist eine rasante Liebesgeschichte die beflügelt und Raum und Zeit vergessen lässt.

Auch als Hörbuch erhältlich bei Osterwold Audio. Richard Barenberg liest cool und elegant. Genau richtig für Mussos Roman. 19,99 Euro.

Pendo, 373 Seiten; 16,99 Euro


Liza Marklunddaumen runter

Verletzlich

VerletzlichPlötzlich findet sich die Journalistin Annika Bengtzon in der Hölle wieder. Dabei wollte sie eigentlich mit ihrer neuen großen Liebe Jimmy Halenius und den Kindern noch einmal einen Aufbruch wagen. Privat mit vielem abschließen, sich beruflich verändern. Doch als sie sich auf den Weg zu ihrer Schwester macht, um sich mit ihr nach all den Jahren zu versöhnen, ist Birgitta verschwunden. Auf der Suche nach ihr begegnet Annika den Dämonen ihrer Vergangenheit und gerät am Ende selber in tödliche Gefahr.

Der 11. Roman um Journalistin Annika Bengtzon bildet nun den Abschluss der Reihe. Die einen werden traurig sein, die anderen froh, dass die Reihe endlich ein Ende hat. Schon die letzten Bände waren nur noch Mittelmaß oder gar noch schlechter. „Verletzlich“ pendelt sich im Mittelmaß ein. Der Kriminalroman hat zu Anfang richtig Schwung, aber leider verliert er diesen bald und die Story kommt dann nicht mehr richtig voran. Zu viel Nebensächliches wird zu sehr ausgebreitet. Wie gewohnt gibt es wieder viel Privatleben der Protagonistin, aber einen richtig durchgehend spannenden Fall gibt es nicht. „Verletzlich“ lässt einen am Ende Annika Bengtzon nicht vermissen. Oder? Ein bisschen weint man ihr dann aber trotzdem nach, denn sie hat einen weit über ein Jahrzehnt literarisch begeleitet.

Ullstein, 345 Seiten; 14,99 Euro


Rhena Weissdaumen rauf

Das Böse in euch

Das Böse in euch In Wien verschwinden mehrere Mädchen spurlos. Als man die Leiche der 16-jährigen Tanja entdeckt, übernimmt die LKA-Ermittlerin Michaela Baltzer den Fall. Auf Tanjas Körper werden die DNA-Spuren zweier weiterer vermisster Mädchen, von denen eines bald darauf ermordet aufgefunden wird, gefunden. Kilian Weilmann, Kriminalpsychologe des LKA, glaubt, dass die Morde auf das Konto eines Sexualstraftäters gehen. Doch Michaela vermutet einen anderen Hintergrund. Dann ist plötzlich Michaelas 16-jährige Nichte Valerie verschwunden – und der Ermittlerin wird auf brutale Weise bewusst, dass der Täter ein grausames Spiel mit ihr treibt ...

LKA-Ermittlerin Michaela Baltzer hat es drauf. Eine Figur mit Ecken und Kanten, aber nicht zu melancholisch abgehoben, sondern eher eine Frau von nebenan. Mit ihr geht man sehr gerne auf Verbrecherjagd. Und auch ihr Privatleben hat genügend Potenzial, um daraus noch viel mehr zu machen. Genauso wie die Nebenfiguren, alle hat Rhena Weiss mit viel Leben ausgestattet. Und die Handschrift des Täters hat es auch in sich. Ein Thriller-Debüt, das rundum gelungen ist. Rhena Weiss weiß, wie man spannende Psychothriller schreibt!

Goldmann, 407 Seiten; 9,99 Euro


Benjamin Carter Hettdaumen rauf

Der Reichstagsbrand

Der ReichstagsbrandAdolf Hitler war noch keine vier Wochen an der Macht, als am Abend des 27. Februar das Reichstagsgebäude in Berlin in Flammen aufging. Kaum war das Feuer gelöscht, erließ die Reichsregierung eine Notverordnung, die einen permanenten Ausnahmezustand schuf und die bis zum Ende des Nazi-Regimes die Grundlage zur Verfolgung politischer Gegner bleiben sollte. Somit markierte der Reichstagsbrand den eigentlichen Beginn des "Dritten Reiches". Noch am Tatort wurde der mutmaßliche Brandstifter verhaftet, der niederländische Kommunist Marinus van der Lubbe. Die nationalsozialistische Regierung behauptete umgehend, der junge Mann gehöre einer kommunistischen Verschwörung an. Doch handelte van der Lubbe wirklich auf eigene Faust, wie sich die meisten Historiker seit langem einig sind? Oder steckten die Nazis selbst hinter dem Anschlag, um ihn für ihre Zwecke zu instrumentalisieren?

„Der Reichstagsbrand“ ist ein Sachbuch-Krimi, den man nicht aus der Hand legen kann! Der Amerikaner Benjamin Carter Hett, zuerst Rechtsanwalt später hat er in Harvard Geschichte studiert, hatte die besten Vorrausetzungen, solch ein großartiges Sachbuch zu diesem geschichtsträchtigen Thema zu schreiben. Nach der Lektüre blickt man anders auf die Ereignisse, die damals so viel in Gang setzten.

Rowohlt, 633 Seiten; 29,95 Euro


Clive Cussler / Dirk Cusslerdaumen rauf

Die Kuba-Verschwörung

Die Kuba-Verschwörung

Dirk Pitt untersucht eine Umwelt-Katastrophe in der Karibik, da gerät er in einem Machtkampf auf Kuba zwischen die Fronten. Währenddessen forschen seine Kinder – Marine-Ingenieur Dirk und Ozeanografin Summer – nach einem Azteken-Artefakt, das den Fundort eines gigantischen Schatzes offenbaren soll. Doch es befand sich an Bord des Schlachtschiffs Maine, das 1898 im Hafen von Havanna zerstört wurde. Inmitten der größten Gefahr treffen die drei aufeinander.


Dirk Pitt ist der literarische Action-Kult-Held überhaupt! Seit über 40 Jahren lässt Clive Cussler, nun mit Sohn Dirk, Dirk Pitt immer wieder aufs Neue große Katastrophen verhindern. Die Hauptfigur und auch die Nebenfiguren hat man auf diese lange Zeit ins Herz geschlossen. Der neueste Roman der Reihe „Die Kuba-Verschwörung“ ist wieder bombastisch! Beginnt langsam, wird aber gewaltig.

Blanvalet, 477 Seiten; 22,99 Euro


Hörbuch der Wochedaumen rauf

Renée Ahdieh

Zorn und Morgenröte

Zorn und Morgenröte

Jeden Tag erwählt der Kalif Chalid ein Mädchen. Jeden Abend nimmt er sie zur Frau. Jeden Morgen lässt er sie hinrichten. Bis die eine auftaucht, die um jeden Preis überleben will. Shahrzad hat ihre beste Freundin an den Kalifen verloren und nun will sie nur noch eins: ihre Freundin rächen. Und so meldet sie sich freiwillig, um den jungen Herrscher zu heiraten. Doch sie hat nicht vor zu sterben. Sie möchte überleben und den Mann töten, der ihr die Freundin genommen hat. Im Angesicht der Morgenröte beginnt sie, ihm eine Geschichte zu erzählen. Was sich daraus erwächst, damit hätte Shahrzad niemals gerechnet …

Ein berauschendes Liedesdrama aus 1001 Nacht! „Zorn und Morgenröte“ ist aber noch viel mehr als das. Eine Geschichte, die mit interessanten und starken Charakteren aufwarten kann. Shahrzad lässt sich nichts sagen und geht ihren Weg, Chalid ist getrieben und muss tun, was er eigentlich nicht will. Ein großes Geheimnis lastet über seinem grausamen Vorgehen. Das Buch hat auch etwas Leerlauf, aber ansonsten ist es fesselnd. Die Autorin schreibt an einer Fortsetzung. Laura Maire liest mit ihrer feenhaften Stimme wieder ganz prächtig! Sie ist die Idealbesetzung für diesen fantastischen Roman.

Auch als Hardcover erhältlich bei One, 16,99 Euro.

Lübbe Audio, 6 CDs, 437 Minuten; 16,99 Euro


Denglers-buchkritik.de

Kolumne vom 25.07.2016 - Nr. 414


Richard Dawkinsdaumen rauf

Die Poesie der Naturwissenschaften

Die Poesie der Naturwissenschaften

Der herausragende Naturwissenschaftler Richard Dawkins erzählt die Geschichte seines Lebens ― von der Kindheit bis zur Karriere als einer der einflussreichsten Wissenschaftler weltweit. Er berichtet von seiner Ankunft im Flower-Power-Kalifornien der 60er Jahre, von der Party zum 42. Geburtstag seines Freundes Douglas Adams, von bahnbrechenden Erkenntnissen in der Evolutionsbiologie und seiner großen Liebe zur Lyrik. Anhand seines Familienstammbaums erklärt er die Vererbungslehre, und die Entwicklung der Theorie des egoistischen Gens wird bei ihm zum Wissenschaftsthriller. Wenn er beschreibt, wie er vom Gläubigen zum Atheisten wurde, versteht man, welche Rolle Religion für den Menschen spielt.

Eine außergewöhnliche Autobiographie, eines außergewöhnlichen Menschen mit einem außergewöhnlichen Leben! Richard Dawkins (Jahrgang 1941) erzählt von seinen Urgroßeltern, von seinen Kindheitserinnerungen aus Afrika, seiner strengen Schul- und Internatszeit, dann Oxford und wie sich sein Weg abzuzeichnen begann. Was danach folgte ist spektakulär. Zwischen alle den Erzählungen streut Dawkins immer wieder sein Wissensgebiet ein. Da geht es um Bienen, Seesterne, Raupen und noch so viele andere Dinge. Richard Dawkins hat aus dem Leben und von seiner Arbeit unglaublich viel zu erzählen. „Die Poesie der Naturwissenschaften“ ist eine Autobiographie die weit weg ist vom Normalen. Eine echte Fundgrube, bei der man auf jeder Seite staunt und Neues entdeckt.

Ullstein, 730 Seiten; 38,00 Euroo


Martin Walserdaumen runter

Ein sterbender Mann

Ein sterbender MannTheo Schadt, 72, Firmenchef und auch als Autor erfolgreich, wird von seinem engsten und einzigen Freund seit 19 Jahren, Carlos einem Dichter, verraten. Beruflich ruiniert, sitzt Theo Schadt jetzt an der Kasse des Tangoladens seiner Ehefrau, in der Schellingstraße in München. Und weil er glaubt, er könne nicht mehr leben, wenn das, was ihm passiert ist, menschenmöglich ist, hat er sich in einem Online-Suizid-Forum angemeldet. Da schreibt man hin, was einem geschehen ist, und kriegt von Menschen Antwort, die Ähnliches erfahren haben. Das gemeinsame Thema: der Freitod.

Es gab einmal eine Zeit, da war Martin Walser ein großer Schriftsteller. Doch diese Zeit liegt schon lange zurück. Seit Jahren nun schon, schreibt Martin Walser (Jahrgang 1927) Romane, die überquellen – vor Langeweile. „Ein sterbender Mann“ reiht sich da ein. Eigentlich eine Geschichte, die sich spannend anhört und aus der man viel hätte machen können, aber der Autor findet nie Zugang zu seiner eigenen Geschichte. Geradlinige Literatur, nicht mit Martin Walser. Was gibt es zu „Ein sterbender Mann“ noch zu sagen? P. S. Der Roman ist unausgegoren, belanglos, langweilig, ein Abgesang des Schriftstellers auf sich selbst.

Rowohlt, 287 Seiten; 19,95 Euro


Celeste Ngdaumen rauf

Was ich euch nicht erzählte

Was ich euch nicht erzählte Am Morgen des 3. Mai 1977 erscheint Lydia nicht zum Frühstück. Am folgenden Tag findet die Polizei ihre Leiche. Mord oder Selbstmord? Die Lieblingstochter von James und Marilyn Lee war ein ruhiges, strebsames und intelligentes Mädchen. Für den älteren Bruder Nathan steht fest, dass Jack an Lydias Tod Schuld hat. Marilyn, die ehrgeizige Mutter, geht auf Spurensuche. James, Sohn chinesischer Einwanderer, bricht vor Trauer um die Tochter das Herz. Allein die stille Hannah ahnt etwas von den Problemen der großen Schwester. Was bedeutet es, sein Leben in die Hand zu nehmen? Welche Kraft hat all das Ungesagte, das Menschen oft in einem privaten Abgrund gefangen hält? Nur der Leser erfährt am Ende, was sich in jener Nacht wirklich ereignet hat.

Eine dramatische Familiengeschichte der besonderen Art! Die Figuren in „Was ich euch nicht erzählte“ sind lebensecht dargestellt. Jede dieser Figuren geht mit dem Tod von Lydia anders um. Vater James, Mutter Marilyn und die Geschwister Hannah und Nathan. Was macht der Tod eines geliebten so jungen Familienmitglieds mit dem Rest der Familie? Dieser Frage geht die Autorin nach. Aber auch, wie Kinder eine Ehe und die Liebe verändern, was es bedeutet, Teil einer Familie zu sein. Es kann „weich und warm und erdrückend“ sein. Wie eine Entfremdung in der Familie stattfindet, von den Ehepartnern und von den Eltern zu den Kindern. Und was es heißt, fremd im eigenen Land zu sein. „Was ich euch nicht erzählte“ nimmt einen auf eine emotionale und aufwühlende literarische Reise mit – tragisch, traurig, das normale Leben erzählend.

Auch als Hörbuch erhältlich bei DAV. Britta Steffenhagen liest kühl und elegant. Ihre Lesung wird der sehr guten Geschichte gerecht. 19,99 Euro.

dtv, 282 Seiten; 19,90 Euro


Thomas Riddaumen rauf

Maschinendämmerung – Eine kurze Geschichte der Kybernetik

Maschinendämmerung  Eine kurze Geschichte der KybernetikSind wir auf dem Weg in eine schöne neue Cyberwelt? Vernetzte Haushaltsgeräte und selbstfahrende Autos könnten bald so alltäglich sein wie permanentes Lifelogging und Maschinen, die unsere Gedanken lesen. Wie ist es eigentlich dazu gekommen? Wie wurden Maschinen nicht nur Ersatz für unsere Muskelkraft, sondern ein unverzichtbarer Begleiter, dem wir sogar das Denken überlassen? Kontrollieren wir noch unsere Maschinen, oder kontrollieren sie längst uns? Um das und um noch viel mehr geht es in diesem Buch.

Ein Buch voller Mythen, die nach und nach Realität wurden und wahrscheinlich noch werden. Der Autor schreibt, dass die Geschichte der kybernetischen Mythen den Schwerpunkt des Buches bildet. Die Themen sind breit gefächert und reichen von autonomen Robotern, Exoskeletten und Walking Trucks bis zu Virtuelle-Realität-Brillen und Remailers. Falls Sie nur Bahnhof verstehen, in Zukunft aber klar sehen wollen, lesen Sie dieses Buch. Es wird Sie ein ums andere Mal überraschen.

Propyläen, 492 Seiten; 24,00 Euro


Ulli Olvedidaumen rauf

Die Yogini

Die Yogini

Krieg und Intrigen, Leidenschaft und innere Suche zeichnen Lenjams Weg. Sie wächst gemeinsam mit ihrer Ziehschwester Nyima und deren wohlhabenden Eltern in Osttibet auf, in einer Welt voller Götter, Geister und Dämonen, doch zugleich in der geistigen Welt des tibetischen Buddhismus. Angetrieben von ihrem größten Wunsch, eine Yogini, Schülerin auf dem tantrischen Weg zu werden, findet sie Meister und Meisterinnen und erlernt das Geheimnis der spirituellen Partnerschaft.


Ein berauschender, mitreißender, erfüllender und abenteuerlicher Roman! Eine Geschichte, die einen noch lange begleitet, auch nach der Lektüre. Die Frauenfiguren des Romans schillern nicht weniger, als die Geschichte selbst. Tief von der Seele heraus. Man lernt in „Die Yogini“ das alte Tibet und den Buddhismus auf eine eingängige Art kennen.

Arkana, 574 Seiten; 22,99 Euro


Hörbuch der Wochedaumen rauf

Nicole Gozdek

Die Magie der Namen

Die Magie der Namen

Der 16-jährige Nummer 19 träumt davon, als Erwachsener ein Held und bedeutender Name zu werden. Als der Tag der Namensgebung endlich gekommen ist, lösen sich seine Hoffnungen in Unglauben auf. Er erhält einen Namen, den keiner zu kennen scheint. Wer ist dieser Tirasan Passario, dessen Namen er für den Rest seines Lebens tragen wird? Nur das große Namensarchiv in der Hauptstadt Himmelstor kann ihm Auskunft geben. Gemeinsam mit dem Krieger Rustan Polliander und dessen Freunden macht er sich auf in die weit entfernte Stadt. Doch die Reise entpuppt sich als gefährlicher als erwartet. Namenlose und dunkle Verfolger trachten der Gruppe nach dem Leben.

Welch wunderbares und furioses Fantasy-Abenteuer! Nicole Gozdeks Debütroman „Die Magie der Namen“ sprüht nur so vor frischen Ideen, unverwechselbaren Charakteren und nicht wenigen spannenden Momenten. Die Autorin hat eine Welt erschaffen, in der Namen alles sind. Sie bestimmen dein Leben, sie geben dir Macht oder lassen dich im Volk verschwinden. Dieses furiose Fantasy-Abenteuer wird gelesen von Jacob Weigert. Ein Hörbuchsprecher, den man sich merken muss! Er hat etwas von dem großartigen Stefan Kaminski, dem Mann der tausend Stimmen. Auch Jacob Weigert gibt den einzelnen Figuren fantastische Stimmen.

Auch als Hardcover erhältlich bei IVI, 16,99 Euro.

Osterwold Audio, 2 MP3 CDs, 520 Minuten; 19,99 Euro


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